
Wir sind uns sicher: Sie hat gezwinkert, wenn nicht sogar mit dem Eichenkranz gewedelt. Denn der 31. Januar 2026 war auch für die Bavaria eine nette Alternative zur Wiesn. Bei geradezu klischeehaft blauem Himmel versammelten sich um die 200 Frauen – darunter etwa 15 FidiP- bzw. FidiP-Bootcamp-Frauen – zu ihren Füßen, schwenkten "Bavaria-ruft!-Fähnchen" und lächelten mit der Sonne um die Wette für DAS Foto, das die Initiative "Bavaria ruft!" offiziell beendete.
Wahnsinn, welch geballte Frauenpower sich am Samstagmittag an der Bavaria breitmachte! Und alles nur wegen eines Fotos. Also nicht nur deshalb natürlich. Am 31. Januar 2026 war die offizielle Schlußveranstaltung der Initiative "Bavaria ruft!" und sollte der Höhepunkt dieser Kampagne werden, die über ein Jahr lief.
Auch die Schirmherrinnen waren mit von der Partie: Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Und – gut drauf, wie immer: Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, Kathrin Alte, Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Anzing und Dr. Claudia Alfons, Oberbürgermeisterin der Stadt Lindau, die zu den Initiatorinnen von "Bavaria ruft!" gehören.
FidiP war mit etwa 15 Frauen vertreten, darunter amtierende oder angehende Politikerinnen. Denn als eine der ersten waren wir bei "Bavaria ruft!" mit im Boot und während der gesamten Laufzeit mit viel Energie und Leidenschaft bei der Sache. Die anderen Unterstützer*innen brachten sich natürlich ebenfalls engagiert und tatkräftig ein: der Bayerische Landesfrauenrat, der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), der Bayerische Jugendring (BJR), die Katholische Landjugendbewegung Deutschland (KLJB), zahlreiche kommunale Frauenlisten sowie "Mama Bavaria" Luise Kinseher.
Beim anschließenden Get-together im Restaurant Marie-Therese rockten einige der "Bavaria-ruft"-Unterstützerinnen und -Initiatorinnen die Bühne mit bedeutenden Beiträgen. So betonte zum Beispiel Sabine Appelhagen, Präsidentin von FidiP: "Wenn sich Politikerinnen über Parteigrenzen hinweg zusammentun, können auch vermeintlich unerreichbare Projekte gelingen. Das hat die überparteiliche Initiative 'Bavaria ruft!' gezeigt! Und das ist auch unser Antrieb."

- Ulrike Scharf: "Frauen in der Politik sind ein MUSS und keine Option. Die Kampagne 'Bavaria ruft!' hat die Sichtbarkeit politisch engagierter Frauen enorm erhöht. Wir senden heute von der Bavaria ein starkes Zeichen: Bitte gehen Sie am 8. März wählen!"
- Ilse Aigner: "Die parteiübergreifende Initiative 'Bavaria ruft!' hat es geschafft, Schlagzeilen zu machen: Das Thema, daß wir mehr Frauen in der Politik brauchen, hat in ganz Bayern große Aufmerksamkeit bekommen, viele Frauen in Kontakt gebracht und motiviert, den Schritt für eine Kandidatur zu wagen. Nun liegt es an den Wählerinnen und Wählern, den Frauen auch ihre Stimme zu geben."
- Kathrin Alte: "Fast ein ganzes Jahr ehrenamtliche Arbeit bei 'Bavaria ruft!' zeigt, wie viel gute Ideen, Zuversicht und Zusammenhalt es bei den Frauen in der Kommunalpolitik gibt. Ich sage ein großes Dankeschön an alle Unterstützerinnen!"
- Claudia Alfons: "In den letzten Monaten haben wir in eindrucksvoller Weise erlebt, wieviel Kraft entsteht, wenn Frauen sich gegenseitig ermutigen, Verantwortung zu übernehmen – für unsere Gemeinden, unsere Demokratie und eine Zukunft, die wir gemeinsam gestalten."
- Katharina Schulze: "Bavaria hat gerufen und viele Frauen sind gekommen, um deutlich zu machen: Politik braucht unsere Stimmen, unsere Perspektiven und unsere Entscheidungen."
- Monika Meier-Pojda (Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrats): "In der Kommunalpolitik, wo Demokratie ihre Basis hat und das Lebensumfeld der Menschen unmittelbar betroffen ist, müssen Frauen ihre Erfahrungen und Kompetenzen einbringen."
- Tanja Pichlmeier (kommissarische Landesvorsitzende des KDFB Bayern): "Gleichberechtigung entsteht nicht nur durch Tempo, sondern vor allem durch Beharrlichkeit – gestern wie heute, auch in der Politik. Ich liebe diese Eigenschaft und dennoch ist es tatsächlich immer noch herausfordernd für uns: Ruth Bader Ginsburg war nicht wegen ihrer Intelligenz oder ihrer Fachkenntnis erfolgreich, sondern wegen ihrer Beharrlichkeit. So wie viele andere herausragend engagierte Frauen auch, die sich eben seit mehr als 120 Jahren für die Gleichberechtigung einsetzen."
"Bavaria ruft!" kam im März 2025 genau im richtigen Moment: ungefähr ein Jahr vor den Kommunalwahlen in Bayern am 8. März 2026. Mehr als 50 Veranstaltungen in ganz Bayern wurden auf die Beine gestellt. Im Zentrum stand dabei immer dasselbe Ziel: Frauen sichtbar zu machen, sie zu ermutigen, zu vernetzen und sie einzuladen, sich politisch einzubringen.
- Politik wird erst dann demokratisch, wenn die Lebensrealitäten aller Menschen vertreten sind, aber:
- In nur ca. zehn Prozent der bayerischen Rathäuser sitzt eine Frau im Chefsessel. Sitzungen zu später Stunde, Vereinbarkeitsprobleme, fehlende Vorbilder oder eine konfrontative politische Kultur gelten als wesentliche Hürden.
- Weder in der Landes- noch in der Bundespolitik ist der Anteil von Frauen so gering, wie in der Kommunalpolitik.
Nach dem Fototermin legt die Initiative eine kurze Pause ein. Doch "Bavaria ruft!" soll weitergehen – mit neuen Formaten, verstärkter Netzwerkbildung und weiteren bayernweiten Veranstaltungen.
FidiP-Video von der Abschlussveranstaltung "Bavaria ruft!" (Länge: 3:39 Min.)
Weitere Informationen unter:
Instagram: @bavariaruft

